Corona-Krise: mobisaar-Begleitservice wird ausgesetzt

Auf Grund der Corona-Pandemie wird das Projekt mobisaar – Mobilität für Alle – bis auf weiteres ausgesetzt. Die haupt- oder ehrenamtlichen mobisaar-Lotsen helfen beim Ein- und Aussteigen in Bus, Bahn und Regionalzug und bringen Fahrgäste auf Wunsch auch von der Haustür bis zum Zielort und wieder zurück. „Wir können in der derzeitigen Situation eine Gefährdungssituation nicht mehr gänzlich ausschließen“, erklärt Elke Schmidt, Geschäftsführerin des Saarländischen Verkehrsverbundes und damit verantwortlich für die Koordination von mobisaar. „Der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen den mobisaar-Lotsen und den Kunden kann nicht gewährleistet werden.“ Nach Wiederaufnahme des Services werden alle mobisaar-Bestandskunden informiert. Die mobisaar-Servicehotline 06898-500 4000 ist wie gewohnt von 8:00 bis 17:00 Uhr erreichbar und steht für Auskünfte rund um den mobisaar-Service zur Verfügung. Nach Wiederaufnahme des Services werden alle mobisaar-Bestandskunden informiert.

Das Projekt mobisaar – Mobilität für Alle – hat zum Ziel, die Teilhabe mobilitätseingeschränkter Menschen an der Gemeinschaft zu wahren und zu fördern. mobisaar – Mobilität für alle ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsprojekt. Kernelemente sind von den Mobilitätslotsen durch intelligente Software gesteuerte Dienstleistungen. Aktuell ist der Service mit mehr als 60 hauptamtlichen Lotsen neben dem Regionalverband Saarbrücken im Saarpfalz-Kreis, dem Landkreis Neunkirchen und dem Landkreis Saarlouis verfügbar. mobisaar ist inzwischen der drittgrößte Begleitservice in Deutschland und der einzige, der auch in größerem Umfang ländliche Räume mit abdeckt. Das Lotsennetz wird insbesondere in den ländlichen Regionen durch ehrenamtliche Lotsen unterstützt. Alle Lotsen, ob haupt- oder ehrenamtlich, werden entsprechend ausgebildet und geschult.

Projektpartner bei mobisaar sind: die B2M Software GmbH, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, das DIAKONISCHES WERK AN DER SAAR gGmbH / Bahnhofsmission, das Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. (iso), die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V., die Neue Arbeit Saar gGmbH, die Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH und der Sozialverband VdK Saarland e.V..